Stricken – meine neue Leidenschaft

Als ich vor zig Jahren meine ganzen Handarbeits-Utensilien weggab ahnte ich nicht, dass eine Zeit kommen würde, in der dieses Feuer wieder entflammt. Jetzt hat sie mich gepackt – die Strickleidenschaft.

Wer hätte das gedacht?

Wielange es jetzt her ist, kann ich gar nicht mehr sagen. Damals dachte ich, es ist ein Zeitabschnitt, der vorbei ist. Alle Stricknadeln, Häkelnadeln, Garnreste und so weiter habe ich jemandem vermacht – ich erinnere mich nicht einmal mehr wem. Sind es 20 Jahre? Keine Ahnung. Auf jeden Fall bin ich jetzt dabei, mir diese Utensilien wieder zu beschaffen – in Handarbeitsläden und bei ebay. Wahrscheinlich wird dieses Fieber jetzt im Sommer wieder etwas einschlafen – da ist ja Gartenzeit. Aber vor allem im Winter werde ich zig Kilometer an Wolle verarbeiten – so habe ich das auf jeden Fall vor.

Was kommt als nächstes?

Die nächsten Projekte habe ich schon im Hinterkopf. Da habe ich feine Teilchen gesehen. Gefunden habe ich die in der größten Strick- und Häkel-Comunity, die es gibt: Ravelry. Dort gibt es alles, was das Handarbeits-Herz begehrt. Es gibt Strickanleitungen, Häkelanleitungen für Dinge, die ich im Leben nicht dachte, dass man sie häkeln oder stricken kann. Es gibt natürlich auch ganz normale Pullover, Mützen und so weiter. Man kann sich über Garne informieren, sich mit anderen austauschen und natürlich kann man auch einkaufen – alles was das Handarbeitsherz begehrt.

Eines der ersten Werke

Und was ist schon entstanden?

Meine Favoriten-Liste ist bereits voll. Ich habe mir auch schon Wolle bestellt, aus der ich – nein ich verrate es nicht. Davon habe ich mir eine Anleitung heruntergeladen – die kostenlos ist. Es gibt natürlich auch welche, die Geld kosten. Jedoch scheiterte ich an den Abkürzungen – die Anleitung ist in englischer Sprache. Ich spreche zwar sehr gut Englisch – aber mit der Handarbeits-Fachsprache war ich noch nie konfrontiert. Also brauchte ich ein Übungsobjekt. Nur: was soll ich da machen? Was kleines, was einfaches: die Hülle einer Bettflasche – Ta-ta! Zopfmuster waren mir damals vertraut und so half mir das kleine Teilchen, die Fachsprache zu lernen. Außerdem habe ich die Hülle mit der Rundstricknadel gearbeitet – was in der Anleitung nicht vorgesehen war. Das habe ich mir bei Ana Kraft abgekuckt. Die Hülle war so einfach für mich, dass ich diese auch ohne Anleitung hätte stricken können. Nun fühle ich mich sicher, mich an größeres zu wagen. Und schon trudelt heute die Versandbestätigung ins Email-Fach: Die Wolle für mein geplantes Projekt ist unterwegs.

Und was ist daran so wertvoll für mich?

Ich kann mich gar nicht satt sehen daran, was ich geschaffen habe. Es ist die Freude am Machen – und die Freude an dem schönen Teilchen. Es ist die Genugtuung, am Abend zu sehen, was ich „gschafft“ habe. Ganz schwäbisch also wieder. Bei all der Arbeit, die ich sonst tue, sehe ich hier ein konkretes Ergebnis, das ich in die Hand nehmen kann, Freude daran haben kann oder auch verschenken kann.

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