Schwäbisches Kimchi – vegan

Die Zutaten vor dem Mischen

„Wenn Sie welches ohne Glutamat möchten, dann müssen Sie das selber machen.“, die Asiatin lächelt mich an. Ich stehe in Reutlingen im Asia-Laden und hatte nach Kimchi gefragt. Ich glaubte noch nicht was sie sagte und hob ein Glas nach dem anderen hoch – sie hatte recht gehabt – überall Natriummonoglutamat auf der Zutatenliste. Na dann werde ich mich mal dran machen, die Zutaten zu besorgen.

Die schwäbische Variante

Dass es schwäbisch wird fiel mir erst während der Zubereitung ein. Ich suchte nach meinen getrockneten Chilis, die ich im Garten geerntet hatte und dabei stolperte ich über meine frisch getrockneten Hagebutten. „Geschmacklich werden die nicht viel ändern – aber der Vitamin C Gehalt wird deutlich in die Höhe gehen.“, dachte ich mir und nahm sie mit in die Küche. Schließlich soll mein Kimchi ja nicht nur gut schmecken, sondern auch eine breite Vielfalt gesunder Enzyme enthalten.

Rezept: Veganes Kimchi

Zutaten:

Alles gut vermischt.

1 Chinakohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Zwiebel
1 kleiner weisser Rettich
1 kleine Salatgurke
1 Knolle Knoblauch
1 Stück Ingwer (ca. 5 x 5 cm)
Chilischoten getrocknet (nach Geschmack)
1 Chilischote frisch
1 Hand voll getrocknete Hagebutten
2 EL fertig gekochter Reis
Salz

Zubereitung

Den Chinakohl in ca. 2 x 2 cm große Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und reichlich salzen (nicht versalzen). Am besten über Nacht so stehen lassen, dann kann das Gemüse ausreichend Wasser ziehen. Das Wasser am nächsten Morgen auffangen, aber nicht wegschütten.

Den Rettich und die Gurke in Scheiben und diese in feine Stifte schneiden, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und zum Chinakohl geben. Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, den Reis und die getrockneten Chili im Blender fein hacken und ebenfalls in die Schüssel geben. Die frische Chili in feine Streifen schneiden. Die Hagebutten im Blender zu Pulver zerkleinern und ebenfalls ab in die Schüssel.

Die Masse noch mit Salz abschmecken und das aufgefangene Wasser mit dazu geben, gut durchmischen und alles in ein Einmachglas geben. Dabei darauf achten, dass keine Luft zwischen der Masse bleibt.

Mit Stein beschweren, das Glas verschließen. Feinschmecker kosten das Kimchi gleich, nach 2-3 Tagen hat die erste Fermentation stattgefunden und der Geschmack hat sich verändert. Von da an kannst Du Dein Kimchi genießen, der Geschmack wird sich stetig verändern.

Jetzt merke ich gerade, dass ich die Algen vergessen habe. In Korea verwendet man für das Kimchi meistens Fischsauce oder Garnelen. Weil ich eine vegane Variante machen wollte hätte gerne etwas Algen dazugegeben – dann eben nächste Mal.

Schwäbische Zutat: getrocknete Hagebutten
1 Kopf Chinakohl ergibt 2 Gläser Kimchi

Ach ja – ich habe mich inspirieren lassen bei gundja, bei greenvegadine und von anderen Rezepten, in denen ich in letzter Zeit geschmökert hatte.

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Bilder: Shivani Allgaier (cc)

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