Der beste Koch ist der Genuss – im Yoga der Stille

Gegessen wird nur was lecker ist – und das mit Genus!

Irgendwie ist in dieser Küche immer was los. Morgens wird nach dem Kräuter Sammeln das Frühstück bereitet, zu Mittag ein leichtes Lunch. Danach ist Zeit, eine reichhaltige Gemüsebrühe zu kochen und die gesammelten Kräuter zu verarbeiten. Abends gibt es nach dem Satsang ein Cena – das italienische Abendessen. Rina koch für uns – die italienische Köchin. Deshalb bleibt unsre Küche abends kalt.

Ich bin zusammen mit anderen Teilnehmern im Retreat Dolce Vita in der Nähe des kleinen Städtchens Castel del Piano in der Toskana. „Ach, Ihr seid in den Bergen.“ sagte der italienische Barbesitzer, dem wir erzählten, dass wir zum Yoga-Retreat unterwegs sind. „Darf ich die schönen Frauen zu einem Glas Wein einladen?“, bot er uns als Wegzehrung an. Zu viert hatten wir im Auto eine entspannte, harmonische Fahrt und gönnten uns öfters eine Pause. Gerade in den italienischen Bars weiß man zu genießen… ein würdevoller Beginn für das Retreat Dolce Vita, wie wir fanden. Ich beobachte das als Organisatorin schon lange, dass die Stimmung auf der Hinfahrt schon darauf hindeutet wie das gesamte Retreat sein wird. Für die ersten Tage im Retreat ist es bisher zutreffend. Wir haben es sehr schön hier. Entspannt. Friedlich. Heiter. Ausgelassen. Glücklich. Unternehmungslustig. Und wir können neugierig sein wie dieses Jahr die Atmosphäre des schönsten Festes im Jahreskreislauf sein wird: zum kommenden Vollmond feiern wird im Retreat Guru Purnima – das Fest der Dankbarkeit an den geliebten Guruji. Viele Gäste werden hierfür anreisen – aus der ganzen Welt!

Linde beim Senf herstellen

„Das A und O in der Küche ist das Schmecken, das Abschmecken. Wenn ein Koch nicht abgeschmeckt hat, merkste das gleich. Oh, Ricotta und Rote Beete schmecken zusammen goil.“ Linde schließt genußvoll die Augen, reißt freudig die Arme in die Höhe, schickt einen ausgedehnten Juchzer hinterher und läßt noch eine ihrer Kreationen im Mund verschwinden. Nicht nur diese sind lecker – es ist ein Genuß, dabei zu sein wenn sie kocht. Immer wieder verzückte Ausrufe: „mhmmmmm“, „ist das lecker“, „toll“, „hamma“, begleitet von einer sehr ausgiebigen Körpersprache. Jede ihrer Zellen ist beteiligt, ist begeistert. Die Stimmung in der Küche ist zwar konzentriert, aber freudig. Zudem fängt immer wieder irgendjemand an, ein Mantra anzustimmen – in der Küche gibt es also auch was auf die Ohren!
Selten habe ich einen Koch oder eine Köchin gesehen, die ihr Umfeld so frank und frei am Genuss des Kochens & Zubereitens teilhaben läßt. Einzig von Madhukar weiß ich, dass er ein größerer Genießer ist. Es wird ja gesagt ‚Wie der Herr so ’s G’scherr.‘ Wie der Meister – so seine Devotees…

Am Vorabend noch hörte ich Madhukarji im Satsang zu Linde sagen: „Ich genieße Ihr Essen mit allen Sinnen – das heißt, gehört habe ich es zum Glück bisher nicht. Sie richten es an mit Weisheit, Kenntnis und Liebe, es schmeckt phantastisch, riecht sehr gut, fühlt sich wunderbar an und sieht sehr appetitlich aus. Es ist ein reiner Genuß für mich.“ Während des Retreats kocht Linde für Madhukarji und ich darf sie dabei unterstützen. Und während des Kochens komme ich auch in den Genuss, das Essen abzuschmecken – oder die leckeren Reste aufzuessen. Es ist wirklich angemessen, es als göttlich zu bezeichnen.

Und beim Abendessen haben wir erfahren, dass beim Essen 500 Mal mehr Prana aufgenommen wird, wenn mit den Händen statt mit dem Besteck gegessen wird. Hast Du schonmal erlebt wie ein gesamter Tisch von Retreatteilnehmern die gefüllten Tomaten, die grünen Bohnen und die Schokoladencreme mit den Fingern isst? Wenn nicht, dann teste es aus und schreibe mir hier Deine Erfahrungen. Ich bin neugierig was Du zu erzählen hast. Auch 2014 gibt es ein Retreat Dolce Vita in der Toskana. Vielleicht sehen wir uns da?

Die Ideen scheinen Linde nie auszugehen. „Oh ja, laß uns testen ob wir die Blüte der wilden Karotte im Teig ausbacken können. Bevor wir ihm das servieren möchte ich erstmal ausprobieren, ob es auch schmeckt.“ Und schon wirbelt sie wieder weiter in der Küche herum…

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Fotos: Shivani Allgaier (CC)

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